|
Vierrad
|
| Thursday, 25 August 2011 11:53 |
Written by Nikolaus Scherzberg |
|
Der neue Smart soll mit seinem 55-kW-Elektromotor die 120 km/h-Marke knacken (Vorgänger: 30 kW, 100 km/h). In weniger als 13 Sekunden beschleunigt er von 0 auf 100 km/h. Und erfüllt damit zwei Wünsche, die bei Kundenbefragungen laut Smart ganz oben auf der Liste gestanden hätten: Höhere Endgeschwindigkeit und bessere Beschleunigung im Bereich über 60 km/h. Entgegen der vorherrschenden Meinung, sei nicht die Reichweite der Knackpunkt gewesen. Der weitaus überwiegende Teil der befragten Nutzer bestätigte Untersuchungen, nach denen in Ballungsräumen im Schnitt rund 30 bis 40 Kilometer pro Tag zurückgelegt werden.
Dennoch setzten die Entwickler auch an der Batterie an. Der nunmehr 17,6 kWh starke Speicher kommt nicht mehr wie bei der 2. Generation von Automobilhersteller Tesla. Sie wurde vielmehr von der Deutschen Accumotive entwickelt. Die Lithium-Ionen Batterie soll der urbanen Flitzer laut Hersteller für eine Strecke von ca. 140 Kilometer reichen. Komplett entleert lässt sich die Batterie mit einer Ladezeit von maximal acht Stunden - quasi über Nacht - an der Haushaltssteckdose oder Ladestation wieder voll aufladen. Wer die Freiheit haben möchte, sein Fahrzeug schnell aufzuladen, kann das Fahrzeug optional mit einer Schnellladefunktion ausrüsten lassen. Der 22-kW-Bordlader ermöglicht es, die Batterie komplett entleert in weniger als einer Stunde voll aufzuladen. Voraussetzung dafür ist ein Starkstromkabel, mit dem das Fahrzeug an öffentlichen Schnellladestationen oder an einer sogenannten Wallbox zu Hause oder in der Firma geladen werden kann.
In der dritten Generation präsentiert sich der Smart mit einem 55-kW-Permanentmagnetmotor. Dieser ist ein Produkt aus dem gemeinsam mit Bosch gegründeten Joint Venture EM-motive. Mit 130 Newtonmetern beschleunigt er antriebsstark und verzögerungsfrei in 5 Sekunden von 0 auf 60 km/h und ist auch dank besserer Beschleunigung im oberen Geschwindigkeitsbereich von 0 auf 100 km/h mit weniger als 13 Sekunden deutlich zugkräftiger als sein Vorgänger. Das zügige Fahren und Überholen meistert er so ohne Probleme. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit hat der smart fortwo zugelegt. Mit mehr als 120 km/h fährt der batterieelektrische Zweisitzer gleichauf mit dem Verbrenner durch den Verkehr.
Poppigstes Ausstattungsdetail ist die "drive app für das iPhone". Laut Herstellerangaben sei Smart die erste Automobilmarke, die eine app eingebaut hat. Zusammen mit dem "smart kit und cradle for the iPhone" verwandelt sich das Kult-Handy in einen multimedialen Bordcomputer, der in Funktion und Design optimal auf den smart fortwo abgestimmt ist.
Die "smart drive app for the iPhone" besticht mit Features, die während der Fahrt gebraucht werden: Telefonieren über Freisprechanlage, umfangreiches eigenes Musikrepertoire und Internetradio sowie cleveres Navi mit eigenem smart Touch. Hinzu kommen pfiffige Extras – zum Beispiel ein Car Finder, der immer wieder den Weg zum geparkten Auto weist.
Weitere elektronische Finessen: Über ein Webportal lassen sich vom PC zu Hause aus oder mit jedem modernen Smartphone der aktueller Ladezustand und Ladekonfiguration kontrollieren und steuern. Die sogenannte „Vehicle-Homepage“ bietet jedem smart fortwo electric drive Kunden der dritten Generation die Möglichkeit, sich die Reichweite visuell ansprechend auf einer interaktiven Karte mit 3D-Ansichten darstellen zu lassen. Passend zur aktuellen Batterieladung werden alle erreichbaren Ziele angezeigt. Auch die erreichbaren öffentlichen Ladesäulen können auf einen Blick erfasst werden. Liegt ein gewünschtes Ziel außerhalb der Reichweite kann über die „Vehicle-Homepage“ rasch geprüft werden wie viel Batterieladung noch zusätzlich benötigt wird.
Die Ausstattung des neuen smart fortwo electric drive umfasst darüber hinaus vollautomatische Klimaanlage mit Pollenfilter und Vorklimatisierung. Wie bei der Generation zwei kann das Fahrzeug zur einprogrammierten Abfahrtszeit je nach Bedarf vorgekühlt oder beheizt werden, wenn es mit einem Stromnetz verbunden ist. Neu ist die Möglichkeit, die Vorklimatisierung über das Internet oder ein Smartphone zu jedem beliebigen Zeitpunkt selbst zu starten.
Zur Standardausstattung gehören zudem elektrische Fensterheber und elektrisch verstellbare Außenspiegel, Lederlenkrad, Lederschaltknauf, Servolenkung, 9-Speichen-Leichtmetallräder und Gepäckabdeckung. Wie schon beim Vorgängermodell stehen neben dem serienmäßigen Volldach auch ein Glasdach sowie eine Cabrio-Version zur Verfügung.
Der Preis wurde von Smart noch nicht bekannt gegeben. Er soll aber unter 30.000 € liegen.
» Weitere Information
|